FamSurg-Preis 2016

Hamburg, November 2016. Auch in diesem Jahr wurde wieder der FamSurg-Preis, gestiftet von KARL STORZ, an zwei erfolgreiche Chirurginnen verliehen. Es freut uns immer wieder die beeindruckenden Bewerbungen für den FamSurg-Preis zu lesen, die zeigen, wie viele positive Rollenmodelle für Frauen in der Chirurgie bereits existieren. Umso schwerer war es auch wieder in diesem Jahr für die Preisjury am Ende nur zwei Preisträgerinnen auszuwählen.

Über den Preis freuen sich in diesem Jahr: Frau Privatdozentin Dr. Marion Rapp und Frau Privatdozentin Dr. Miriam Rüsseler. Beide erhalten ein Preisgeld von € 2.500,-.

Die Preise wurden am 26. November 2016 von Herrn Professor Dr. Keck, dem Leiter der Klinik für Chirurgie (UKSH, Campus Lübeck) und Herrn Christian Geisler, Regionalverkaufsleiter Nord-West der Firma KARL STORZ auf der 198. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Chirurgen übergeben.

Privatdozentin Dr. Marion Rapp
Frau Privatdtl_files/images/rapp.jpgozentin Dr. Marion Rapp arbeitet seit 2002 an der Neurologischen Klinik der Heinrich-Heine-Univerisät in Düsseldorf. Dort absolvierte sie von 2004 bis 2011 ihre fachärztliche Weiterbildung zur Neurochirurgin. Außerdem erwarb sie die Zusatzbezeichnung der Psychoonkolgie. Seit 2013 ist Frau Rapp Oberärztin und seit 2014 stellvertretende leitenden Oberärztin der Neurologischen Klinik. Im November 2015 habillierte sich Frau Rapp.
Teile Ihrer fachärztlichen Ausbildung sowie ihre Tätigkeit als Oberärztin führt(e) sie in Teilzeit aus und beweist so, dass Teilzeit kein Karriereknick bedeuten muss.
Dass dieser Karriereweg auch mit einer Familie vereinbar ist, zeigte Frau Rapp durch die Geburt ihrer beiden Söhne 2006 und 2009, wobei die beiden aufgrund einer Erkrankung besonderer Betreuung bedurften. Dies meisterte sie gemeinsam mit ihrem Mann partnerschaftlich und schaffte so den Spagat zwischen Klinik, Forschung und Familie.

Sie selbst schretl_files/images/rapp_keck_geisler.jpgibt dazu:
„Diesen Weg bin ich sicherlich nicht alleine gegangen. Ich hatte Glück, viele Menschen zu treffen, die mich unterstützen und vor allem mich weiter förderten - zum einen beruflich, aber viel mehr noch privat. Dank der großen familiären Unterstützung konnte ich sowohl klinisch als auch wissenschaftlich arbeiten.“

Von Links: Familie Rapp, Tobias Keck, Christian Geisler


tl_files/images/ruesseler.jpgPrivatdozentin Dr. Miriam Rüsseler
Frau Privatdozentin Dr. Miriam Rüsseler arbeitet seit 2007 an der Klinik für Unfall-, Hand-, und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum der Goethe Universität in Frankfurt a. M., wo sie 2013 ihre fachärztliche Weiterbildung zur Orhopädin/Unfallchirurgin abschloss. Sie erwarb außerdem die Zusatzqualifikation der leitenden Notärztin und schloss 2012 den Studiengang des Master of Medical Education der Universität Heidelberg ab. Frau Rüsseler ist sehr aktiv in der medizinischen Ausbildungsforschung und Lehre im nationalen sowie internationalen Kontext und leitet seit 2012 das BMBF geförderte Projekt "Praktische Klinische Kompetenz". Im Oktober dieses Jahr wurde ihr die Habilitation zuerkannt.
Auch Frau Rüsseler zeigt, dass ein solcher Karriereweg mit Familie möglich ist: Im Dezember 2014 wurde ihre Tochter geboren.

Wir gratulieren den beiden Preisträgerinnen noch einmal herzlich und wünschen ihnen auch weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg!

Wir bedanken uns bei allen Bewerberinnen und wünschen ihnen für ihren weiteren Karriereweg, tl_files/images/download/storz.jpgbei der Balance von Familie und Beruf, alles Gute! Auch bedanken wir uns herzlich bei der Preisjury für die Begutachtung und bei der Firma KARL STORZ für die großzügige Stiftung des Preisgeldes.

Darüber hinaus wurde zum zweiten Mal der FamSurg-Sonderpreis vergeben. Dieses Jahr ging dieser an Frau Dr. Olga Prokopchuk.

Dr. Olga Prokopchuk
tl_files/images/prokopchuk.jpgFrau Dr. Olga Prokopchuk arbeitet seit 2008 an der Chirurgischen Klinik am Klinikum Rechts der Isar. Dort aboslvierte sie bis 2014 ihre fachärztliche Weiterbildung zur Chirurgin. Den FamSurg-Sonderpreis erhält sie für ihr besonderes Engagement im Projekt "A helping scalpel: mentoring Ukrainian female students and residents in surgery". In der Ukraine sind die Bedingungen für weibliche Chirurginnen noch problematisch, so dass ihre Intitaive im o.g. Projekt einen wichtigen Beitrag zur Föderung von Frauen in der Chirurgie darstellt, die das Projekt FamSurg und die gesamte Klinik für Chirurgie (UKSH, Campus Lübeck) mit dem Sonderpreis honorieren möchte.

Wir gratulieren Frau Prokopchuk herzlich zu dem Preis und wünschen Ihr weiterhin alles Gute für Ihren Karriereweg und Ihr Engagement in der Ukraine!

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